Von der Rückhandseite gibt es mehrere Möglichkeiten, dem Ball ans Netz zu folgen. Blicken wir auf den Klassiker – der Rückhandangriff mit Slice und Tangoschritt.

Es ist nicht nötig, ein begnadeter Tänzer zu sein, um mit einem sogenannten Tangoschritt nach vorne zu tigern. Diese Schrittfolge ist bei den Spielern sehr verbreitet, wenn der Netzangriff mit einem unterschnittenen Rückhand Slice unternommen wird.

Generell eignet sich ein unterschnittener Schlag sehr gut zum Angriff, denn der Ball ist nicht so schnell wie bei einem Topspin Schlag. Was zunächst als Nachteil erscheint, ist durchaus vorteilhaft, da man etwas mehr Zeit hat, um seine eigene Position am Netz zu optimieren. Ein weiteres Plus des Slice ist die Flugbahn des Balles nach dem Aufsprung. Obwohl der mit Rückwärtsdrall geschlagene Ball nach dem Aufspringen sich wieder mit Vorwärtsdrall weiterdreht, bleibt er recht flach. Der Gegner tut sich also schwer, seinem geplanten Passierschlag die nötige Aggressivität zu geben, da es für ihn nicht so leicht ist, unter den Ball zu kommen. Zu guter Letzt ist der Rückhand Slice in punkto Genauigkeit den anderen Schlägen überlegen.

Ein gutes Stellungsspiel und Präzision liegen in dem Auswahlranking also vor der Geschwindigkeit. Schauen wir uns nun die Fotobeispiele an.

Im ersten Foto bereitet der Spieler in klassischer Art und Weise den Rückhand Slice Angriff vor. Der Schläger ist in der Ausholphase hoch über die Schulter genommen, um von oben an den Ball zu kommen und ihm den nötigen Rückwärtsdrall zu verpassen. Die rechte Schlagschulter und das rechte Bein zeigen in einer seitlichen Stellung nach vorne.

In Foto 2 kann man nun an der Schrittfolge deutlich sehen, wie dieser spezielle Angriffsschlag zu seinem Namen kommt. Das linke Bein kreuzt nämlich hinter dem bisherigen rechten Standbein nach vorne. Dabei ist weniger tänzerisches als koordinatives Talent gefragt, um nicht über seine eigenen Beine zu stolpern. Das entscheidende Kriterium ist aber die Oberkörperstellung, die trotz der Vorwärtsbewegung eben aufgrund der Schrittfolge seitlich bleiben kann und somit eine optimale Schlagpräzision ermöglicht. Der linke Arm unterstützt mit einer Gegenbewegung nach hinten die seitliche Position des Oberkörpers, der Schläger geht nach dem Treffen des Balles beim Ausschwingen wieder etwas nach oben.

Im dritten Foto ist die Überkreuz Position der Beine schon wieder aufgelöst. Das rechte Bein hat nun im weiteren Schlagverlauf wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Der Oberkörper zeigt nach dem Schlag wieder frontal nach vorne. Nun kann der Spieler die Zeit nutzen, in der sein Ball unterwegs ist, um weiter seinen Weg ans Netz fortzusetzen.  

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