Die Fähigkeit des Trainers Übungen zu sehen, sich in seine Spieler versetzen und sie an die verschiedensten Zielgruppen anpassen zu können, ist eine große Chance, seinen Spielern immer einen großen Trainingspool anbieten zu können und sie bei Laune zu halten. Diese Übung mit dem Stepper haben unsere Coaches Jürgen Müller und Rainer Öhler beim französischen Top-Spieler Tsonga gesehen, sie modifiziert und beim Workshop in Leimen mit Kaderspielern gezeigt.
Aber natürlich funktioniert sie mit allen Altersgruppen, bei denen es darum geht, die Spieler methodisch an eine etwas dynamischere, offene Schlagstellung heranzuführen und den Impuls aus den Beinen zu fördern.

Was uns hier extrem gut gefällt ist, dass über den Stepper nur ein kurzer Bein-Impuls gesetzt wird, der Körper aber völlig ruhig bleibt. Häufig wird das Springen von Top-Spielern in den Treffpunkt hinein falsch interpretiert und viel zu früh in die Ausbildung eingebunden. Bei aller Dynamik: das Treffen des Balles ist immer noch „Prio 1“. Auch aus diesem Grund ist diese Übung mit dem Stepper eine perfekte Wahl.

Die Methodik ist in Reihe geschaltet und beginnt mit
1. Zuerst das Abdrücken üben, mit Schritt raus nach rechts, zurück auf den Stepper und Schritt raus nach links
2. Zurückwerfen eines großen Balles (Basketball oder Medizinball)
3. Abdrücken und Phantomschlag
4. Mit Zuwerfen des Trainers und Schlagausführung

Das gleiche dann auf der Rückhandseite mit der offenen Schlagstellung. Das wird nicht häufig trainiert, kommt im Match in Drucksituationen aber häufig vor – durchaus auch bei Einhändern. Die nächste Stufe ist dann, alles mit Vorhand und Rückhand im Wechsel auszuführen.

Hinweis: auch bei diesen guten Nachwuchsspielern sieht man große Unterschiede im Impuls und der Breite der Beinstellung.

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